Aus der Küche (1)

Zuerst Spaghetti vongole, hier ergänzt mit zwei Artischocken, wildem Fenchel und den letzten sieben Wildspargeln, die ich noch gefunden habe: Artischocken kleinschneiden, Spargeln und Fenchel idem, alles mit Stückchen Knoblauch, kleinem Peperoncino und Öl ab in die Pfanne. Nach fünf Minuten kommen die vongole (hier: kleinere, würzigere lupini di mare) dazu. Nach weiteren zwei Minuten ein Schuss Weißwein, salzen, pfeffern, fertig.

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Jetzt Drachenkopf in acqua pazza („verrücktes Wasser“ sagen die verrückten Neapolitaner: In die Pfanne Ideechen Knoblauch, Peperoncino und Öl, siehe oben. Darauf eine Handvoll sehr reife und würzige kleine Tomaten (diese hier sind vom Vesuv, träumt weiter). Fünf Minuten, dann Gläschen Wasser drüber. Nach weiteren zwei Minuten Tomaten vorsichtig zerdrücken. Fisch reinlegen, von jeder Seite zehn Minuten köcheln, fertig. An dieser Stelle, also schon viel zu spät, eine grundsätzliche Bemerkung. Eine Leserin hat angeregt, doch bitte nicht mit Zutaten voranzukochen, die es außerhalb von Italien nicht gibt. Liebe Leute, Kochen ist keine organisierte Religion und ein Rezeptvorschlag kein Dogma. Nehmt Wolfsbarsch, Kabeljau oder Rotbarbe statt Drachenkopf und für die Tomaten müsste ihr auch nicht auf den nächsten Vulkan steigen. Passt dann schon.

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In der Mitte kocht derweil das Spaghetti-Wasser.

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Die Nudeln mit den Vongole vermengen, den Fisch später lauwarm bringen. Das war’s. In einer knappen, halben Stunde.

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