Chef

Das ist Pelé, Chef einer Bande von fünf Eseln.

DSC_0004

Er ist zwölf Jahre alt und ein prachtvoller Hengst, der keine Gängelei duldet – und leider auch weder Tierärztin noch Hufschmied. Ein Typ, der selbst bestimmt, wen er an sich heranlässt.

Als Fohlen kam er zu uns, hereingeschmuggelt aus Mazedonien von einem Clown, der nebenbei einen Eselhandel betrieb, und der ihn bei einem Bauern „geparkt“ hatte. Seither habe ich ein gewisses Misstrauen gegenüber Clowns. Wenn sie die Maske abnehmen, sind es nicht unbedingt die freundlichsten Menschen.

Der Bauer hatte ihn einfach an einen Pflock gebunden. Pelé war nicht älter als sechs Monate, ein verängstigtes aber eigensinniges Fohlen. Er kam zu uns und fand Isabella.

Inzwischen haben sie vier Kinder, drei Jungs, ein Weibchen. Nur eins gaben wir ab. Oscar lebt heute bei einem Eremiten, in der Nähe von Spoleto. Sogar Papst Franziskus hat ihn dort schon besucht.

Wie kommt ihr auf Esel? ist die eine Frage. Was machen die den ganzen Tag? die andere. Nun, die Esel kamen einfach zu uns, so ist das. Und was sie am liebsten machen, sieht man hier:

DSC_0006

Morgens, wenn ich das Fenster öffne, begrüßt mich Pelé. Manchmal schreit er in der Nacht, wenn ein Wildschwein vorbeiläuft oder ein Stachelschwein. Ein Leben ohne Esel soll ja möglich sein. Für uns wäre es sinnlos.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s