Chemise noire

Le Monde echauffiert sich über den schwarzen Europa-League-Dress von Lazio. Die italienischen Faschisten hätten auch schwarze Hemden getragen – tatsächlich spielte die Squadra Azzurra bei der WM 1938 in Frankreich zeitweise in schwarz, das erwähnt der Autor aber nicht. Und bekanntlich habe Lazio einen neofaschistischen Kurven-Anhang.

Nicht nur Lazio, leider. Bei Milan stand mit Cristian Abbiati sogar Jahre lang ein Mussolini-Fan im Tor. Und die Kurve der Roma, die gestern beim Spiel gegen Barca wieder „gestreikt“ hat (sehr angenehm, endlich mal keine Rauchbomben und blöde Spruchbänder), steht den „Cousins“ in nichts nach. Dem Klub allerdings zu unterstellen, er wolle mit der Hemden-Farbe den rechtsextremen Anhang bedienen, ist wirklich selten dämlich. Lazio-Eigner Claudio Lotito steht unter Polizeischutz, weil er dem Fascho-Kurvenpack vor Jahren die Geschäftsgrundlage entzogen hat.

Juve spielt auch in schwarz, zuletzt in Manchester.  Was „La Repubblica“ zu dem spöttischen Kommentar veranlasste, die Jungs sähen darin aus wie bei einem Begräbnis erster Klasse. Was Lazio angeht, fände ich ein Kanalratten-Grau eigentlich auch ganz schick.

Mehr Ironie im Fußball! Und im Sportteil bitte erst recht.

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