Hundert gute Gründe, in Rom zu leben/2

Ein Gläschen Wein zum Mittagessen. Zugegeben, es ist nicht mehr ganz so selbstverständlich wie früher. Und Gelegenheiten wie bei dem Termin mit einem sehr berühmten, sehr reichen, sehr sympathischen Verleger hat man auch nicht alle Tage. Nach dem Interview lud der Verleger in seine Privatwohnung zum Mittagsmahl und kredenzte zu einem sehr guten Fisch einen sensationellen Piemonteser Weißwein. Als die Tafel aufgehoben wurde, war auch die Flasche leer.

Das ist, wie gesagt, eher die Ausnahme. Aber ein Gläschen geht mittags immer. Man bringt ja, und das ist wohl das Entscheidende, Zeit mit. Beim Gehen auf der Straße essen oder gar Kaffee schlürfen, das tun nur Touristen. Der Römer und erst recht die Römerin setzen sich hin. Schauen zwischen Vorspeise und Hauptgang nicht auf die Uhr. Schlürfen bedächtig am Wein.

Es fördert die Gedanken und die Kommunikation. Und anschließend streitet man darüber, wer die Rechnung bezahlen darf. Bevor man sich wieder aufmacht ins Büro.

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