Die Grenzen der Satire

Gestern verliert Italien gegen Frankreich 1:3. Freundschaftsspiel. Heute macht sich Charlie Hebdo in gewohnt geschmackloser Manier über das Erdbeben in Mittelitalien her. Verletzte wie gratinierte Pasta, Tote wie Lasagne und dazu die üblichen Klischees über die Mafia. Italien ist empört. Einhellig. Von rechts bis links, von oben bis unten. Der französische Botschafter muss sich erklären und distanzieren, stündlich wird mit einer Stellungnahme von Hollande gerechnet.

Charlie Hebdo und die Aufregung über ein paar Zeichnungen, war da nicht was?

 

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2 Gedanken zu “Die Grenzen der Satire

  1. Dem Grübeln kann ich mich ohne Umschweife anschließen – es scheint so, als ob bei aller Freiheit-von-Kunst-und-eben-auch-Satire-Diskussion eine grundlegende zivilisatorische Komponente wie so oft in unseren Zeiten von Shitstorms und Trolls kaum noch existiert: der Respekt…

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    • Den Mangel an Respekt wie überhaupt an zivilem Verhalten in der so genannten virtuellen wie in der realen Welt kann man nicht genug beklagen. Und natürlich sind die Zeichnungen von Charlie Hebdo vollkommen respektlos und ehrlich gesagt unter aller Kanone. Trotzdem stört mich die Reaktion darauf. Ich hätte es eleganter gefunden, zu schweigen. Aber auch das scheint eine zivilisatorische Komponente, zu sein, die kaum noch existiert.

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