Immobile oder: nomen est omen

Da muss unsereins mal für ein paar Wochen abtauchen (aus Gründen, die nicht hierhin gehören), und schon geht’s abwärts mit der Squadra Azzurra. Wer hat gesagt, dass neue Besen gut kehren?  Wobei der amtierende Nationaltrainer Giampiero Ventura mit seinen 68 Lenzen vielleicht nicht exakt ein neuer Besen ist. Jedenfalls finde ich es symptomatisch, dass der technisch und intellektuell nicht sehr mobile Ciro Immobile (für alle Nichtitaliener: sein Nachname bedeutet soviel wie unbeweglich) plötzlich als Vaterlandsretter besungen wird. Immobile! Das einzige Mal, dass der mir positiv aufgefallen ist, geschah, als er beim sonntäglichen Rasenmähen um sein Reihenhaus in Unna seine spießige Nachbarschaft auf die Barrikaden gebracht hat. Die Spießernachbarn allarmierten die Polizei, die Polizei klingelte bei Immobile und dann Friede Freude Eierkuchen. Sehr, sehr putzig.

Tja, Sonntags- oder Mittags- oder sonst irgendwelche amtliche Ruhezeiten kennt der Neapolitaner nicht, was unter anderem dazu führt, dass der Spruch Unna sehen und sterben halt eigentlich gar nicht in Unna spielt. Ansonsten ist Ciro Immobile entsetzlich fad und fußballerisch auch mehr Unna als Napoli. Also eine ganz andere Nummer als sein deutscher Namensvetter Lahm.

Und bevor hier Klagen kommen: In Unna kenne ich mich aus.

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