Ein Hauch von Nostalgie

Ob es wirklich Berlusconis letztes Derby war, das am Sonntagabend in San Siro mit einem 2:2 zwischen Milan und Inter endete, das sei hier mal dahin gestellt. Schließlich versucht der größte Präsident aller Zeiten (Selbsteinschätzung) schon seit zwei Jahren, den tollsten Fußballklub auf der Welt (dito) loszuwerden. Im Sommer haben die Chinesen von Sino Europe eine Anzahlung von 100 Millionen geleistet. Werden sie auch, wie erwartet, Mitte Dezember die übrigen 420 Millionen zahlen? Vielleicht wird Berlusconi auch beim Rückspiel nochmal in der Inter-Kabine auftauchen (das erlaubte er sich jetzt zum Abschied). Fest steht: Nicht nur im Fußball grassiert jetzt tatsächlich eine kleine Mr.B.-Nostalgie. Typisch italienisch, dieses „es ging uns besser, als es uns schlechter ging.“ Angeflogen kommt es natürlich angesichts der begründeten Furcht, dass es uns demnächst noch schlechter gehen könnte, aber hallo. Denn Berlusconi ist zwar der Vater des italienischen Nachkriegspopulismus, die Neuen könnten ihn aber durchaus übertreffen bzw. unterbieten. Am 5. Dezember, nach dem Referendum über die Verfassungsreform, weiß man mehr.

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