28 mal

Wer kann diese Juve-Hegemonie noch stoppen? Soeben wurde mit dem 1:0 gegen Inter der 28. Heimsieg in Folge eingefahren. Einfach war es nicht, in der 1. Halbzeit zeigte Inter sich durchaus auf Augenhöhe, bis Cuadrado knapp vor dem Pausenpfiff den Führungstreffer erzielte. Und danach wurde verwaltet, wie eh und je, ohne dass Inter dem Gegner noch mehr abverlangt hätte.

Es ist also im Prinzip ziemlich langweilig in der Serie A. Doch links und rechts vom Juve-Durchmarsch gibt es erstaunlich viel zu sehen. In puncto taktischer Flexibilität macht den Italienern zurzeit niemand etwas vor, vielleicht ein Grund dafür, warum Chelseas Antonio Conte sich im Juventus-Stadium neue Anregungen holte. Und dann kommt es, abgesehen von Juves Minimalergebnissen, anderswo durchaus zu Torfestivals. Napoli schlägt Bologna 7:1, Lazio besiegt Pescara 6:2, acht Tore in zwei Spielen an einem Spieltag, da geht es also doch ziemlich rund.

Und die akademischen Debatten um den Fußball, die sind schon klasse. Während in Deutschland ja nun wirklich nahezu jeder Sportjournalist zeigen muss, dass er kapiert hat, was ein falscher Neuner ist, lehnen die Italiener, gekleidet in unfassbar gut sitzende Maßanzügen und schicke Krawatte in ihren Fernsehstudios und sezieren auf das gepflegteste über Stunden jede einzelne Spielsituation. Das Ganze stets vor dem philosophischen Hintergrund, dass am Ende immer das Ergebnis zählt. Schön spielen ist halt Luxus. Schön reden aber hilft auch gegen den grauen Fußball-Alltag.

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