Lasset die Kinder ins Stadion kommen

Schon lange wird in Italien Klage darüber geführt, dass in den Fußballstadien kaum noch Kinder zu sehen seien: Zu kompliziert, zu gefährlich. (Ich kenne allerdings eine römische Mamma, gebürtige Französin, die ihre beiden Söhne regelmäßig zu den Heimspielen von Lazio begleitet und aufpasst, dass den Jungs bloß kein einziges Schimpfwort entfleucht.)

Hoch ist deshalb der Genoa Cricket and Football Club zu preisen, der als erster Fußballklub des Landes (1893) nun auch den ersten Kurven-Kinderhort eingerichtet hat. Unter der Nordtribüne hat am Sonntag, 5. Februar das „Greifen-Nest“ eröffnet, in dem junge Eltern und Dauerkartenbesitzer für die Dauer des Heimspiels gegen US Sassuolo ihre Drei – bis Sechsjährigen abgeben konnten. Der Preis für die Kükenpflege beträgt sechs Euro. Zum Auftakt waren nicht alle Plätze im Nest besetzt; des schlechten Wetters wegen hatten die Genoa-Fans ihre Sprösslinge lieber bei den Großeltern gelassen. Genoa verlor 0:1 und dümpelt nun auf Platz 16 in gefährlicher Nähe der Abstiegszone.

Aber das bekommen die kleinen Greifen in ihrem Nest zum Glück ja noch nicht mit.

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