Li Yonghong

Diesen Namen werden wir uns merken müssen, denn so heißt der neue Präsident des AC Mailand. Viel weiß man nicht über diesen Selfmade-Mann aus China, der sein Geld mit allen möglichen Geschäften gemacht hat und angeblich über ein Vermögen von 500 Millionen Dollar verfügt. Zu wenig, um Milan zu übernehmen, weswegen Li eine Anleihe bei Elliott gemacht hat, einem Hedge-Fonds, der sich seinerzeit an der Staatspleite von Argentinien bereichert hat.

Mit anderen Worten: Nach 31 Jahren und fast ebenso vielen Trophäen hat Silvio Berlusconi seinen Klub an den Erstbesten verhökert, der dafür 750 Millionen Euro auf den Tisch legt, ungefähr das Doppelte des Kaufpreises vom Lokalrivalen FC Internazionale. Der gehört seit ein paar Monaten dem  Chef des Elektronikkonzerns Suning. Verglichen mit den Milan-Heuschrecken sind die Inter-Herren fast schon Old Money. Berlusconi wollte sein angebliches „Hätschelkind“ also einfach nur loswerden, egal, was anschließend wird aus einem der traditionsreichsten europäischen Fußballvereine.

Beide Mailänder Fußballklubs gehören nun also Chinesen, weswegen das Derby am Ostersamstag um 12.30 Uhr angepfiffen wird. Prime Time in China. Und ein neues Zeitalter in der Fußballoper von San Siro.

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