Giro, zum 100.

Der Giro d’Italia ist heute zum 100. Mal gestartet, der weltberühmte Österreicher Lukas Pöstlberger darf im Rosa Hemd schlafen, danach drei Wochen rauf und runter durch Italien: Herrlich. Ich liebe den Giro. Alle Dopingskandale und sonstige schlimme Geschichten können mich nicht davon abbringen, ganze Nachmittage vor dem Fernseher zu verbringen und Radfahrern beim Radeln zuzusehen (außer, ich drehe selbst meine Runde). Für die SZ war ich auf den Spuren von Gino Bartali und Marco Pantani, wobei – Kinder, wie die Zeit vergeht – ich die beiden tatsächlich noch persönlich gekannt habe. Bartali, dieser Held in wirklich harten Zeiten, der auf seinem Rad Dokumente für hunderte von verfolgten Juden an den deutschen Besatzern vorbei schmuggelte, hatte mich spontan zu seinem 85. Geburtstag eingeladen. Eine Veranstaltung wie aus alten Italien-Filmen, mit Carabinieri-Kapelle und riesigen Chianti-Flaschen.

Pantani traf ich in seiner Heimatstadt Cesenatico, wo 1999 eigens der Giro Station machte, um dem Doppelsieger aus dem Vorjahr zu huldigen. Mich beeindruckte damals, welche Mengen von Pasta er schon zum Frühstück verputzte – und wie abgrundtief schüchtern und ängstlich er war.

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