Prinz Deckweiß

Das Verrückteste an dem verrückten Neymar-Transfer ist, dass der Mann sein Geld ja gar nicht wert ist. Es handelt sich hier nicht um den besten Spieler der Welt und auch nicht um den zweitbesten, sondern lediglich um einen von vielen talentierten Angreifern. Mit anderen Worten: Neymar ist im Gegensatz zu CR7 oder auch Messi austauschbar. Er ist kein Spielmacher, kein Architekt, und ihm fehlt jener Anstrich von genialischer Fantasie, die den echten Ausnahmespieler ausmacht.

Aber darum geht es nicht. Es geht darum, dass die Scheichs von Katar der Welt zeigen können, wieviel Kohle ergo Macht sie haben. Sie hätten sich auch ein, zwei Bilder von, sagen wir, Matisse kaufen können oder ein halbes Stadtviertel in London. Haben sie ja alles schon.

Erreicht der Transferwahnsinn mit der Neymar-Sache eine neue Qualität? Vielleicht. Es war immer schon so, dass die großen Klubs für Fußballer Fantasiesummen zahlten, aber noch nie so, dass die Konkurrenz so gnadenlos gedemütigt wurde. Katar sagt: Was kostet die Welt? Wir zahlen.

Das ist, wenn man an die angeblichen Verbindungen zum IS-Terror denkt, aus ganz anderen Gründen beängstigend. Und die deutschen Fußball-Schrebergärtner starren noch auf Red Bull Leipzig.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s