Milan-Zensur

Das hat selbst Berlusconi nicht gewagt. Aber kaum hat, mit Unterstützung des US-Hedgefonds Elliott, ein chinesischer Unternehmer AC Milan übernommen, da wird Zensur praktiziert. Und zwar gleich an Italiens bekanntester Sportjournalistin Ilaria D’Amico. In der von ihr moderierten Fußballsendung auf SKY hatte D’Amico über Milan gesagt: „Wenn es dafür finanzielle Deckung gibt, hat dieser Klub tolle Sachen angestellt.“ Sie meinte damit den Milan-Transfermarkt. Der Klub hat in dieser Saison annähernd 250 Millionen Euro ausgegeben, obwohl der neue Besitzer, über dessen Geschäfte man nur weiß, dass er eine Phosphatmine in China betreibt, mit 300 Millionen Euro bei Elliott in der Kreide steht.

Kaum waren D’Amicos Worte auf dem Sender verklungen, gab das Milan-Management Anweisung zum SKY-Boykott. Weder der Trainer noch die Spieler durften die vertraglich vereinbarten Interviews geben. D’Amico erklärte prompt die Zusammenhänge. So leicht lässt sie sich nicht einschüchtern. Ilaria D’Amico ist ein Vollprofi.

Milan bekommt von SKY eine Menge Geld für die Übertragungsrechte. Ein Maulkorb gehörte bislang noch nicht zum Geschäftspaket.

 

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