Arrivederci Carletto

Carlo Ancelotti fliegt beim FC Bayern raus – eine richtige Überraschung ist das nicht. Als pragmatischer Mannschaftsberuhiger nach dem Guru Guardiola wurde er geholt, jetzt muss er gehen, weil die Bayern zuviel beruhigt hat. In den letzten Monaten wuchs die Unzufriedenheit. Da werde gar nicht mehr richtig trainiert, war aus dem Umfeld zu vernehmen, vor allem: Dieser Trainer habe keine Ideen. Und vielleicht stimmt das ja sogar. Im Gespräch mit Ancelotti konnte man durchaus das Gefühl haben: dieser Mann steht der Akademisierung des Fußballs, der Perfektionierung des Spiels, dem Schneller-Höher-Weiter skeptisch entgegen.

Mit dieser Haltung konnte Ancelotti beim FC Hollywood nicht alt werden. Dennoch sind die offenkundigen Schwierigkeiten nicht nur ihm anzulasten. Nicht nur dem Trainer, auch der Klubführung scheinen die Ideen auszugehen. Die Rückkehr von Uli Hoeneß ist ein Schritt in die Restauration. Auch Rummenigge wird älter. Vor allem aber ist die Mannschaft neu zu konstruieren, mit mehr Motivation und Esprit als Ancelotti sie zuletzt hatte. Seine Zeit ist vielleicht nicht nur in München abgelaufen.

Aber jede Wette, dass er noch italienischer Nationaltrainer wird.

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