Open!

In der Altstadt wurden Glocken geläutet und Feuerwerke gezündet, am Flughafen standen mitten in der Nacht 10.000 Fans und mittendrin das übliche Szenario: Rituelle Bäder in barocken Brunnen, Hupkonzerte, blockierte Straßen. Üblich, wenn die eigene Mannschaft die Champions League gewinnt oder doch wenigstens die Meisterschaft. In Neapel reichte ein 1:0-Auswärtssieg des SSC beim Erzrivalen Juventus in Turin, um die Stadt in einen Ausnahmezustand zu versetzen. Man mag sich gar nicht vorstellen, was passiert, wenn Napoli tatsächlich Meister wird, erstmals seit 28 Jahren. Das ist nach dem Sieg gegen die Juve tatsächlich möglich. Das Tor von Verteidiger Kalidou Koulibaly hat kurz vor Schluss das Rennen um die Meisterschaft noch einmal spannend gemacht.

Endlich! Es wird ein Kopf-an-Kopf-Duell werden, es wird gefiebert und geträumt. Vier Spieltage noch, alles ist wieder offen. Juventus liegt indes noch vorn, mit einem hauchdünnen Vorsprung von einem Punkt.

Was außerdem geschah: Napolis Trainer Maurizio Sarri zeigt den Juve-Fans, die seinen Mannschaftsbus umlagern und bespucken, den Mittelfinger.

„Signori si nasce“, sagte einst der legendäre Komiker Totò, als Herr wird man geboren. Aber Totò war ja auch ein echter Fürst – und Neapolitaner.

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