Festa

Was Liverpool und Roma in diesen beiden Halbfinal-Spielen geboten haben, war ein Fest des Fußballs, der Spielfreude, der Leidenschaft und Hingabe. Dass Kloppo mit seinem Team im Finale steht, hat er dem entfesselten Salah aus dem Hinspiel zu verdanken – im römischen Stadio Olimpico war der ägyptische Wunderläufer wieder nur der Wunderläufer, der für die Roma viel gerannt war, aber wenig getroffen hatte.

Spiritus loci, vielleicht. Apropos: Endlich wieder eine Kulisse, wie sie diese römische Mannschaft verdient, voller Farben und Musik, so malerisch, wie in vielleicht keinem anderen Stadion Europas. Die Roma beschließt eine sensationelle Champions-League-Saison, sie hat sich gegen Chelsea, Atletico und Barcelona durchgesetzt, mit einem Trainer, der im vergangenen Jahr noch US Sassuolo anleitete. Dass es Eusebio Di Francesco, der übrigens nach dem großen portugiesischen Spieler benannt ist, es unter die besten vier geschafft hat, ist kein Zufall. Dass zwei Jahre nacheinander zwei Italiener im Halbfinale standen, hoffentlich auch nicht.

Last but not least, die Roma hat einen Kapitän im Jahre eins nach Totti. Daniele De Rossi wird im Juli 35, er hat lange warten müssen im Schatten des Idols und wird vermutlich selbst keines mehr werden. Dennoch: Chapeau vor soviel Beständigkeit und Energie eines Mannes, dessen Leben und Karriere alles andere als glatt verlaufen sind.  Für die SZ habe ich ihn vor dem Rückspiel porträtiert.

 

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