Die Kälte des Jürgen Klopp

Alle reden über die Riesenfehler des Loris Karius. Kaum einer spricht über den gigantischen Ausfall des Jürgen Klopp.

Als sein Torwart geschlagen auf dem Boden lag, sich schier eingraben wollte in den Rasen vor Verzweiflung und Scham, da stand Klopp regungslos am Spielfeldrand. Als Karius dann unter die Fankurve trabte, wie in Trance, im Gesicht die fällige Schuldannahme und die vergebliche Bitte um Vergebung, da stand Klopp immer noch abseits.

Shame on Kloppo. Professionell und menschlich ein Totalversagen.

Als erster hätter der Trainer seinen Unglückstorwart trösten müssen. Öffentlicher Beistand, eine Umarmung, ein Schulterklopfen vor aller Augen. Das Leben geht weiter, Loris! Ist nur Fußball, unsere ganze Abwehr war jetzt nicht so superglänzend und hey, das waren Benzema und Bale, zwei Riesentypen, außerdem liefen da noch ein paar andere frei herum. Nimms nicht so tragisch. Man gewinnt und man verliert zusammen.

So ähnlich hätte Kloppo mit Gesten reden müssen. Und nachher, im Privaten, hätte er seinen Schlussmann dann in die Stiefel stellen können.

Stattdessen diese Eiseskälte. Später, in der Pressekonferenz, war Klopp dann wieder ganz Profi. Die üblichen Phrasen. Wie dieser Mann wirklich tickt, hatte man vorher gesehen.

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