Bigger than life

Nein, ich bin kein Fan von Michel Houellebecq. Abgesehen davon, dass für ihn Frauen nur aus Körperöffnungen zu bestehen scheinen, finde ich ihn auch sonst vulgär. Kein einziger, wirklich interessanter Gedanke und die Sprache ist mir auch zu flach. „Unterwerfung“ halte ich für ein ziemlich dämliches Buch. Die Hauptthese ist schlicht und wird in endlosen Monologen in die dürftige Rahmenhandlung eingeflochten. Das Ganze ist vor allem: zäh. Aber was Edgar Selge daraus macht, ist sehenswert. Diese Mischung aus Ahnungslosigkeit und Resignation, aus Zynismus und Naivität, die er dem Protagonisten verleiht. Jetzt nicht unbedingt repräsentativ für den männlichen westlichen Intellektuellen , aber doch jedenfalls ein Typ, in dem man den einen oder anderen wiedererkennen kann.

Mein Tipp: Selge zuschauen (geht hier), Houellebecq sein lassen.

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