Brivido!

Ein Gruselzittern überfällt die Romanisti in diesem merkwürdigen Vorfrühling um Weihnachten: Was wäre aus uns geworden, wenn Francesco Totti im Februar 1997 zu Sampdoria Genua gewechselt wäre? Das stand tatsächlich an, wie man in diesem kleinen Video der Repubblica-Reihe „Spiel des Lebens“ sehen kann (nur italienisch). Der argentinische Coach Carlos Bianchi wollte sowieso keine Römer in seiner Mannschaft, fand insbesondere Totti faul und aufsässig und verlangte von Klubeigner Franco Sensi einen Besseren: Jari Litmanen. Der Finne kickte damals für Ajax Amsterdam. Sampdoria hatte nichts gegen Römer und war bereit, Totti zu nehmen, er hätte dort in einem Team mit dem heutigen Nationaltrainer Roberto Mancini und mit Vincenzo Montella gespielt.

Totti hatte die Koffer schon gepackt, als überraschend bei einem kleinen Freundschafts-Turnier eingesetzt wurde. Die Roma spielte zu Hause gegen Ajax und Borussia Mönchengladbach. Totti kam, sah und siegte. Ein Tor pro Gegner, in der Zwischenzeit anhaltende, totale Verzauberung. Die Römer schwelgten, der Präsident war schockverliebt – und gehen musste am Ende der unselige Bianchi. Im April wurde der Argentinier gefeuert. Totti aber blieb die nächsten 20 Jahre bei der Roma.

Und Litmanen? Machte Karriere beim FC Barcelona und beim FC Liverpool, bevor er mit 31 Jahren nochmal zu Ajax zurück kehrte. Danach ging es nach Finnland und für ein paar Monate zu Hansa Rostock. Als die Ostdeutschen abstiegen, ging Litmanen nach Hause.

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