Buone notizie

Diese gute Nachricht hat viel zu lange auf sich warten lassen: 13 Monate nach der Entmachtung des Rechtsaußen Matteo Salvini durch den Koalitionswechsel der Fünf Sterne sind die menschenfeindlichen Vorschriften zur Abwehr derjenigen, die im reichen Europa Schutz vor Verfolgung und Hunger suchen, endlich Makulatur. Italien bekennt sich wieder zur Pflicht für Seenothilfe und zum Beistand für Flüchtlinge. Wer in seiner Heimat bedroht wird, darf nicht mehr ausgewiesen werden. NGOs, die Menschenleben retten, werden nicht länger bestraft. Flüchtlinge haben ein verbrieftes Recht auf Aufnahme, Integration – und medizinische Versorgung.

Alles das hatte die Rechtsregierung aus Lega und Fünf Sternen ihnen genommen. Keine Menschenrechte für Zuwanderer, das war die Linie. Dass die antihumanen Gesetze so lange gelten konnten, ist ein Skandal. Und dass sie erst jetzt ad acta gelegt werden, vor allem dem Niedergang der Fünf Sterne geschuldet, deren rechter Flügel nichts mehr zu sagen hat.

Eine weitere gute Nachricht: In Reggio Calabria wurde Bürgermeister Giuseppe Falcomatà im Amt bestätigt, ein linker Demokrat und Anti-‚Ndrangheta-Aktivist. Mit allen Mitteln hatten die Clans versucht, seine Wiederwahl zu verhindern, etwa mit wilden Streiks der von ihnen dirigierten Müllabfuhr. In der Stichwahl bekam Falcomatà 58,4 Prozent der Stimmen. Reggio, eine der ärmsten Städte Italiens, will nicht mehr von den Bossen der ‚Ndrangheta regiert werden. Sondern von einem ebenso höflichen wie arbeitswütigen 37-jährigen, der in seiner knappen Freizeit Gedichte und Romane schreibt.

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