Die Stadt, der Müll und Corona

Die zweite Corona-Welle trifft Mailand mit voller Wucht. Von den ca. 1,3 Millionen Einwohnern sind derzeit 150.000 in häuslicher Quarantäne. 150.000, das ist eine Großstadt in der Großstadt. 150.000 produzieren Müll, viel Müll.

In der Quarantäne-Stadt wird der Müll nicht getrennt, auf Anweisung der Behörden. Der Abfall der Infizierten und Infektions-Verdächtigen könnte auch infiziert sein, also bitteschön alles in den Restmüll-Sack. Biomüll, Plastik und Metall, Glas, Papier, egal. Alles. Beim Zubinden des Restmüll-Sacks sind Einweghandschuhe zu tragen. Die zugebundene Restmüll-Tüte soll dann in einen weiteren Sack gestopft werden und der weitere Sack in einem dritten. Müll-Matroschka gegen Corona.

Gerade wurden 50.000 Flugblätter mit diesen Anweisungen gedruckt, weitere folgen. Vor Corona wurden 62,5 Prozent des Mülls in der lombardischen Hauptstadt getrennt. Aber jetzt ist Schluss mit Luxus.

Mailand ist kein Einzelfall, auch andere Städte und Gemeinden haben die Mülltrennung wegen Corona ausgesetzt. Ob das was bringt, sei dahingestellt. Vielmehr: Man weiß es eigentlich schon.

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