Römische Spalte

Die Via Zenodossio ist eine ganz normale Vorortstraße in Rom, nur wenige hundert Meter vom Kneipenviertel Pigneto im aufstrebenden Torpignattara gelegen. Heute mittag tat sich da auf einmal der Boden auf. Und zwei geparkte Autos wurden verschluckt.

Nicht, dass man sich sonderlich darüber aufgeregt hätte (außer den BesitzerInnen der Wagen). Vor einigen Monaten war plötzlich vor einem Wohnhaus in unmittelbarer Nähe des Kolosseums der Asphalt aufgerissen. Darunter nicht der Strand, sondern ein Abgrund, der es den Anwohnern verbot, ihr Haus zu betreten, bis die Straße geflickt war. Pazienza, Geduld, ist das Einzige, was RömerInnen gerade im Überfluss haben.

Die Krater in den Straßen, die brennenden Autobusse, die Müllberge hatten wir ja fast vergessen in einer Krise, die größer als das alles ist. Aber jetzt, da sich die Stadt auf den neuerlichen Ansturm der TouristInnen einstellt, sind die Probleme des Alltags wieder da.

Dabei hat Rom doch einst ganz Europa mit Straßen versorgt.

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