Denk ich an Milan in der Nacht

Die italo-chinesische Operette um die AC Milan finde ich ja sehr faszinierend. Weswegen ich sie ja auch liebend gerne fortschreibe (heute in der SZ). Die Protagonisten sind einfach großartig: Der neue chinesische Besitzer, von dem man nur weiß, dass er eine Phosphatmine besitzt und jede Menge Schulden beim US-Haifischfonds Elliot – im Moment gehört Milan deshalb eigentlich den Amerikanern und nicht den Chinesen. Dann der kahlköpfige Geschäftsführer Fassone, der den kahlköpfigen Berlusconi-Vikar Galliani abgelöst hat und genauso wie sein Vorgänger mit allen Wassern gewaschen ist. Studierter Literaturwissenschaftler, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, und Manager bei den Nutella-Rührern Ferrero, bevor er in den Fußball eingestiegen ist. Last but not least der große Alte, Berlusconi himself. In entscheidenden Momenten, so wie jetzt in der Woche vor dem Derby, taucht er aus der Versenkung auf, vergießt ein paar Krokodilstränen über sein Lieblingsspielzeug (Schmerzensgeld 740 Millionen Euro Verkaufssumme) und macht alles nieder, was nach ihm kommt.

Sowas gibt’s ja alles nicht im biederen deutschen Vereinsfußball.

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Brrrummm!

Deutschland wählt. Ich hab’s schon getan und hoffe jetzt inständig, dass die SPD nicht abstürzt und die AFD nicht allzu hoch fliegt. Das kann doch alles nicht wahr sein, Leute. Auf einmal outen sich alle schamlos als CDU-Wähler. Uschi Glas ist mir ja egal. Aber Jörg Thadeusz! Überhaupt war das Schulz-Bashing in den deutschen Leitmedien Atem beraubend. Meingott, früher hat man sich für seine Eltern geschämt, wenn die CDU wählten (meine nicht), heute gilt, leicht abgewandelt der alte Bernstein-Spruch: Die schärfsten Kritiker der Elche werden später selber welche. Deutschland, sattes Vaterland. Liebe Kollegen, die SPD will euch eure Villen im Tessin weg nehmen.

Deutschland wählt und Valentino Rossi fährt wieder. Der war schon Weltmeister, als Merkel noch nicht regierte. Und kann und will nicht abtreten, lieber humpelt er mit 38 auf Krücken zum Grand Prix.

Eine Radler-Tragödie

Es gibt Geschichten, die so gruselig sind, dass selbst die abgebrühtesten Journalisten am liebsten einen Bogen um sie machen würden. Eine solche Geschichte ereignet sich in Lucca, einer der vielen hoffnungslos idyllischen Kleinstädte in der Toskana, berühmt wegen ihrer intakten Renaissance-Wallmauern, sowie für das Übliche, nämlich wundervolle Plätze, feines Essen und süffigen Wein. Die Polizei von Lucca hat jetzt eine Razzia durchgeführt, wie man sie aus Mafia-Filmen kennt, hat im Morgengrauen ein Haus umstellt und, um die darin schlafende Familie nicht zu wecken und damit zu warnen, Polizisten durch das offene Fenster eines Kinderzimmers einsteigen lassen. Dort schlief ein junges Mädchen, Tochter des früheren Radprofis Raimondas Rumsas. Ihr großer Bruder, der ebenfalls Raimondas heißt und auch Rennradler von Beruf ist, wurde wach, als die Polizei sein Nachtschränkchen durchwühlte.

Die Familie Rumsas ist in Trauer. Am 2. Mai starb ihr Zweitgeborener Linas, sein letztes Rennen für ein kleines Amateurteam war er zwei Tage zuvor gefahren. Linas Rumsas wurde 21 Jahre alt. Die Ursache seines Todes ist bis heute nicht festgestellt, doch die Staatsanwaltschaft in Lucca hat einen Verdacht: Doping. Deshalb wurden die Wohnungen von Verantwortlichen und Fahrern des Teams Altopack Eppela durchsucht. Und das Haus seiner Eltern. Verbotene Medikamente wurden beschlagnahmt, Ermittlungsverfahren gegen fünf Personen eröffnet. Auch Linas‘ Vater Raimondas ist betroffen. Die italienische Justiz will herausfinden, ob und wie er für den Tod seines Sohnes verantwortlich ist.

Es ist eine Tragödie. Vielmehr: ein Krimi, der in einen tief traurigen Epilog münden könnte. Im Mittelpunkt eine Familie, die sich dem Radsport verschrieben hat und alles für den Erfolg tut. Aber auch wirklich alles. Vater Raimondas, 45, stammt aus einem winzigen Nest in Litauen, seine Eltern waren Bauern, er selbst hatte seinen ersten Vertrag bei einem polnischen Wurstfabrikanten. Vor 15 Jahren errang Rumsas seinen größten Erfolg, den dritten Platz bei der Tour de France. Allerdings wurde am Tag nach der letzten Etappe seine Frau Edita festgenommen, die Mutter von Linas. Französische Grenzpolizisten hatten in ihrem Auto erhebliche Mengen von Anabolika und Aufputschmitteln gefunden. Edita Rumsas saß danach mehrere Monate in Untersuchungshaft. 2006 wurden sie und ihr Mann wegen unerlaubter Einfuhr von Doping-tauglichen Medikamenten zu vier Monaten auf Bewährung verurteilt. Vergeblich beteuerten sie, das Zeug sei für die kranke Oma bestimmt gewesen.

Raimondas Rumsas behielt seinen Podiumsplatz in den Annalen, man konnte ihm in Frankreich kein Doping nachweisen. Aber 2003 testeten ihn die Italiener beim Giro d’Italia auf Epo. Positiv. Rumsas wurde gesperrt, flog aus seinem Rennstall, verlor den Anschluss. In Lucca, wo er seit vielen Jahren mit der Familie wohnt, führte der Ex-Profi ein zurück gezogenes Leben, konzentriert auf die Radsport-Karriere seiner Kinder.

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Dann starb Linas. Man muss davon ausgehen, dass die Polizei in Lucca schwer wiegende Gründe für ihren Verdacht hat. Dass die Razzia im Haus einer trauernden Familie nicht leichtfertig angeordnet wurde. Alles andere wäre skandalös.

Noch skandalöser allerdings wäre es, wenn Linas Rumsas sich wirklich zu Tode gedopt hätte. Nirgends, so raunt man in der Branche, werde so hemmungslos nachgeholfen wie in der Grauzone zwischen Amateuren und Profis. In der Provinz abseits der großen Rennen sind die Kontrollen ungeachtet der vorbildlichen italienischen Dopinggesetze unverändert lasch. Die Polizei hat besseres zu tun als jeden Dorfverein durchzufilzen. So wie die „Schwarzen Teufel“ von Altopack-Eppela.

Jetzt hat sie es getan. Es gab einen Toten. Und sein eigener Vater steht auf der Liste der Verdächtigen. Eine Geschichte, um die man am liebsten einen Bogen machen würde. Eine Geschichte, wie sie der Radsport schreibt.

Euro-Hakeln

Seit 15 Jahren gibt es jetzt den Euro, eine ganze Generation ist mit der Einheitswährung aufgewachsen und kein Mensch kann sich mehr vorstellen, zu den alten Länderwährungen zurück zu kehren (vorgesehen ist das eh nicht). Europa hat im Moment eine Menge anderer Probleme als das liebe Geld. Wie man jene Menschen aufnimmt und integriert, die aus anderen Kontinenten zu uns kommen wollen. Wie man als kontinentaler Global Player neben Wirtschaftsriesen wie China und Indien besteht. Und wie man Trumps Little America entgegen tritt.

Trotzdem wird natürlich über den Euro nachgedacht und wie eh und je hakt es dabei zwischen Norden und Süden. Am Dienstag, während Juve in Barcelona 0:3 verlor und die Roma gegen Atletico Madrid ein torloses Remis ermauerte, gab es in der römischen Residenz der deutschen Botschafterin Susanne Wasum-Rainer eine Debatte zum Thema Zukunft des Euro. Angetreten waren Clemens Fuest, Direktor des IFO-Instituts in München und Luca Paolazzi, Direktor des Studienzentrums beim Unternehmerverband Confindustria. Ich habe die Diskussion moderiert.

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Es war wie immer, wenn Deutsche und Italiener über Geld reden. Clemens Fuest zeigte anhand vieler Grafiken und Tabellen, dass die italienische Produktivität seit 1992 eingebrochen ist, die Jugendarbeitslosigkeit ebenso gestiegen wie die horrende Staatsverschuldung, während das Wachstum viel zu lange stagnierte. Nur das Privatvermögen der Italiener, das sei unverändert höher geblieben als das der Deutschen. Was eine Rolle spielen würde, falls Italien unter den Rettungsschirm schlüpfen müsse.

Nun, bislang hat Italien nicht nur kein Geld in Anspruch genommen, sondern fleißig an andere gezahlt. Dass die Italiener auf den ersten Blick „reicher“ sind als die Deutschen erklärt sich erstens daraus, dass hier 80 Prozent ihre eigene Wohnung haben und zweitens aus dem schwachen Staat: Wo das öffentliche Gesundheitssystem nicht funktioniert und die staatlichen Unis gut und gerne 4000 Euro Studiengebühren im Jahr kosten, wo es kein Kindergeld gibt und keine Arbeitslosenunterstützung (nur Kurzarbeitsgeld), da müssen Familien Rücklagen haben.

Das nur für den Hinterkopf. Aber es ist doch interessant, wie unweigerlich deutsche Ökonomen ihren italienischen Kollegen die Leviten lesen („unter Freunden“, wie Fuest beschwichtigte), auch beim Auswärtsspiel.

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Luca Paolazzi vom italienischen Unternehmerverband ließ das elegant an sich abgleiten. Schließlich haben wir im Moment keine Euro-Krise, dafür lösen sich in Frankreich die Volksparteien auf und in Italien könnten sich zu den Wahlen im Frühling 2018 die Anti-Euro-Populisten verbünden. Und dann Arrivederci Reformen.

Aber in der 1. Reihe geriet ein älterer Herr in Rage. Es war Mario Monti,  der frühere EU-Kommissar und italienische Ministerpräsident. Monti wollte es nun wirklich nicht auf sich sitzen lassen, dass Italien zu den Euro-Sündern gezählt wird. Und den Vorschlag des deutschen Professors Fuest, hochverschuldete Staaten könnten künftig einen Teil ihres Schuldenbergs über hochverzinste (und hochriskante) nachgeordnete Staatsanleihen finanzieren, bügelte er glatt ab. Das seien „Papiere für die Selbstgeißelung“.

Kurzum, in der Villa Almone war mehr los als im Olympiastadion. Es gab sogar noch eine Verlängerung. Über das Resultat kann ich mich nicht verbreiten. Als Spielleiterin war ich nämlich nicht ganz unparteiisch.

Goethe und die Folgen

Der Spiegel macht ein Interview mit Petra Reski und Veit Heinichen, „den bekanntesten deutschen Autoren in Italien.“ Da ist unsereins erst mal überrascht, weil man von diesen Großkopfeten noch nie ein Buch gelesen hat. Von Frau Reski kenne ich immerhin ein paar Artikel. Also erstmal nachschlagen und finden: Aha, Krimis. Italienkrimis. Nun verhalten die sich ja zur Literatur wie ARD-Vorabendserien zur Filmkunst. Der Italienkrimi hat inzwischen jene spezifisch deutschen Italienschmöker abgelöst, die „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ heißen oder „Quattro Stagioni“ oder „Spaghetti im Rohbau.“ Vor Jahren habe ich zu diesem Thema mal einen Vortrag an der FU Berlin gehalten, nebenberuflich bin ich nämlich eine ebenso unerschrockene wie absolut erfolglose Kämpferin gegen das Italien-Klischee an und für sich. Der Italienkrimi also – es gibt, jetzt mal ohne Anspruch auf Vollständigkeit, inzwischen Kommissare am Gardasee, in Triest, sogar in Grado, natürlich in Venedig, Rom, Neapel, Palermo sowie Heerscharen von Ermittlern in der Toskana – besteht aus einem mehr oder weniger gelungenen Krimiplot mit italienischer Kulisse und lässig eingestreuten italienischen Begriffen. Versehen wird das Ganze mit Titeln wie „Tödliche Oliven“, „Intrigen am Lago Maggiore“ oder eben „Scherbengericht: Commissario Laurenti vergeht der Appetit.“ Letzterer ist das neue Werk von Veit Heinichen. Frau Reski kontert mit „Bei aller Liebe.“

Tja.

An dieser Stelle zunächst ein Versprechen: Nie, wirklich niemals werde ich mich dazu hinreißen lassen, einen italienischen Fußballkrimi zu basteln. (Gibt’s das schon? Na, bestimmt.) Und dann, ich kann’s nicht lassen, ein Literaturtipp. Wenn schon Italien und Mafia, wenn schon Plot mit starker Kulisse, dann doch bitte Roberto Saviano. Der bedeutendste italienische Schriftsteller lebt seit Jahren im Untergrund, verfolgt und bedroht von jenen Camorra-Bossen, die er in seinem Welterfolg „Gomorrha“ beschrieben hat. Saviano ist schwere Kost, seine Übersetzer sind nicht zu beneiden, denn er verfügt über eine sehr farbenreiche, geradezu barock mäandernde Sprache, mit der er den Schrecken in seiner Heimatstadt Neapel beschreibt. Meisterhaft tänzelt er auf der Grenze zwischen Journalismus und Literatur, Fakt und Fiktion.

 

Auf Tuchfühlung

Früher sah man in italienischen Fankurven oft das Spruchband: „Nein zum modernen Fußball.“ Inzwischen ist es fast verschwunden, was auch daran liegen mag, dass es so absolut hoffnungslos klänge. Das Mailänder Derby wird ja anno 2017 um halb eins Mittags angepfiffen, auch wenn um die Zeit keiner Fußball gucken mag. Aber in China ist prime time und weil Inter und Milan chinesische Eigentümer haben, gehen die Uhren jetzt halt anders. Die Roma gehört Amerikanern, hinter Schalke steht Gazprom, von Paris St. Germain, Manchester City und anderen englischen Großklubs wollen wir hier gar nicht reden. Der Fußball ist derart globalisiert, dass man kaum noch durchsteigt, wer eigentlich gerade bei wem auf der Gehaltsliste steht und wie die Beteiligungen sind. Die Patrons sind gesichtslose Gesellen, die überwiegend sehr mysteriöse Unternehmen führen – bis auf Roman Abramowitsch vielleicht, der ja schon fast zum old money gehört, womit auch schon wieder vieles gesagt wäre.

Wie wohltuend ist es da, nach Villar Perosa zu gondeln, jenes 4000-Einwohner-Nest im Piemont, das alljährlich im August die Mannschaft von Juventus auf dem Dorfplatz beherbergt. Weil die Familie Agnelli, der der Klub gehört, aus Villar Perosa stammt, treten traditionell Buffon, Chiellini, Khedira und Co. gegen die Jugendmannschaft an. Das wäre ja noch einigermaßen normal. Nicht mehr so verbreitet ist im Weltfußball, dass die rund 5000 Fans im Ministadion die Juve-Stars anfassen und sogar ausziehen dürfen. Schon klar, die Unterwäsche muss dran bleiben. Aber wo sonst sieht man Andrea Barzagli, den Brad Pitt des Calcio, in klassisch weißem Feinripp stoisch Autogramme geben?

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Den Staub im Hintergrund haben übrigens die Tifosi bei der nun schon traditionellen Platzinvasion in der 2. Halbzeit aufgewirbelt. Diesmal dauerte das Match bis zur 52. Minute, dann war das Publikum das torlose Rumgegurke seiner Helden Leid und stürmte zum Striptease auf den Rasen.

Vorher sah man Giorgio Chiellini ungefähr 60 mal in Handykameras lächeln:

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Und Sami Khedira etwas eingeschüchtert am Spielfeldrand entlang traben. Khedira schien, anders als der kernige Schweizer Lichtsteiner, nicht so richtig Spaß an dieser Veranstaltung zu haben.

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Nun, so etwas kennt man in Spanien, England oder in Deutschland auch nicht. Unvergessen, wie Thomas Müller sich über das WM-Qualifikationsspiel gegen San Marino beklagte, in der irrigen Annahme, er habe besseres zu tun, als gegen eine Amateurmannschaft zu kicken. Und dann das hier. Auf Tuchfühlung mit den Fans! So ganz ohne Sicherheitsabstand! Als ob man eine ausgewachsene, mit vielen Trophäen beladene Profimannschaft zum Dorffest schicken könnte!

invasionKann man sehr wohl, wenn einem der Laden gehört. Auch dem Präsidenten Agnelli durften die Fans auf die Schulter klopfen. So ist das, wenn ein Fußballklub ein Familienbetrieb ist und die Tifosi wie Verwandte behandelt werden, wenigstens einmal im Jahr.

Mehr über das lustigste Fußballfest der Welt in der SZ.  Wenn es Villar Perosa nicht gäbe – man müsste es erfinden.

Ferragosto

Der 15. August, auf den die katholische Kirche so listig die Himmelfahrt Mariens verlegte, ist als Ferragosto der wichtigste Feiertag im italienischen Jahr. Angeblich hat Augustus ihn 18 v. Chr. eingeführt, der Name (Ferien des Augustus) deutet darauf hin. Tatsache ist, dass an Ferragosto vermutlich weniger gearbeitet wird als zu Weihnachten. Italien liegt am Strand und futtert – und wir wollen da keine Ausnahme machen.

Aber wir fahren erst abends an den See. 20170806_201824

Eintauchen, wenn die Hitze nachlässt und der schwarze Sandstrand sich nach dem Ansturm der Massen langsam wieder leert. Sowieso merkwürdig in Italien: Gewässer aller Art werden kaum zum Schwimmen genutzt. Eher zum Erfrischen der unteren Körperhälfte.  Man stakst vorsichtig ins Wasser, bis zur Hüfte, bleibt dann stehen und quatscht ausgiebig mit der Begleitung. Macht aber keinen Schritt weiter. Im See schwimmt man ja noch weniger als im Meer, weil man den Grund nicht sehen kann.

Wie unheimlich! Im Lago di Bolsena ist das Wasser so klar, dass der Grund immer sichtbar ist. Nur ist er schwarz. Noch unheimlicher!

Die Sonne geht unter hinter der Silhouette von Capodimonte. Und das Licht wird jetzt ganz weich.

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Nur die Fischer sind zu dieser Stunde noch unterwegs – und ein paar Mücken, aber was macht das schon.

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Es könnte ewig so Sommer sein am Lago di Bolsena. Wochen der Hitze und der Dürre sind plötzlich vergessen. Nur noch die pure Ferragosto-Essenz.

Aber jetzt nicht schwärmen. Sondern essen.

20170806_205700Blaue Stunde am Lago. Der Fisch, gegrillt mit etwas Rosmarin, kommt quasi direkt aus dem Wasser. Der Wein aus dem Krater des erloschenen Vulkans.

Buon Ferragosto a tutti.