Über

Ich bin Birgit Schönau und schreibe seit Ewigkeiten für die Süddeutsche Zeitung über italienischen Fußball. Um genau zu sein, seit 1998. Damals lag noch strahlender Glanz über der Serie A, heute sind eher die Auflösungserscheinungen das Thema. Aber auch das ist immer noch große Oper.

Fast 30 Jahre habe ich in Rom verbracht, nun probiere ich gerade das Landleben aus. In einem Dorf in Umbrien, das so klein ist, dass man überall vorwärts einparken kann, in dem sich alle duzen und wo man zu mir gelangt, wenn man nach „denen mit den Eseln“ fragt. Fünf Esel gehören zu uns, zwei Hengste, zwei Stuten und ein Wallach, ausgesprochen liebenswürdige Wesen und sehr störrisch. Also genau die richtigen Tiere.

Katzen gibt es auch, in stetig schwankender Zahl. Mal verschwindet ein Kater, mal kommt ein neuer hinzu, der durch die Welt streunt und gerade mal eine Zeitlang verweilen will.

Außerdem dabei: Ein Gemüsegarten mit zwei Teilen, einer in der Sonne, einer im Schatten. 90 Olivenbäume, davon die Hälfte in Rente, nämlich chronisch nichttragend. Aber sehr malerisch und würdig. Es gibt ein halbes Dutzend Obstbäume für den Marmeladenvorrat. Ein altes Rennrad, das ganz tadellos die Hügel bewältigt. Und in der Nähe den größten Vulkansee Europas mit schwarzem Strand.

Das Olympiastadion ist 86 Kilometer entfernt. Und mehr braucht es ja eigentlich nicht.

 

 

 

Zcapitano

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