Moumou

José Mourinho wird Roma-Coach und das ist die lustigste Nachricht seit langem aus einer Fußballwelt, die schon lange nicht mehr lustig ist. Heiterkeit bei der Vorstellung wie Mou dem nunmehr dritten amerikanischen Klubbesitzer in Rom, einem gewissen Dan Friedkin, die Abseitsregel erklärt (oder auch nicht). Vorfreude auf spektakuläre Pressekonferenzen – bei Mourinho kann man sich als ironiebegabter Mensch abrollen, während Tuchel oder Guardiola allerhöchstens unfreiwillig komisch sind. Noch größerer Spaß, wenn man sich ausmalt, wie die deutsche Sportpresse sich nun wieder an dem Portugiesen abarbeitet, die ganzen abgetretenen Begriffe (Special One!), die spießige Empörungshaltung, der moralische Zeigefinger, die Entrüstung über einen Mann, der als Caligula unter den Übungsleitern gilt.

Wobei die Vorstellung von Caligula ja nicht nur in den Köpfen von Sportreportern weithin unbelastet von historischen Tatsachen existiert. Hier weltexklusiv und knallhart recherchiert für die Leserinnen der Fußballoper: Der römische Princeps Gaius, genannt Caligula, wurde vom Volk wegen seiner Großzügigkeit tief verehrt und mit freundlichsten Kosenamen bedacht. Wie Sueton (Gaius XIII.) berichtet, riefen sie ihn „Stern“, „Küken“, „Bübchen“, „Baby.“ Letzteres heißt auf Lateinisch „Pupum. Und „Pupone“, Riesenbaby hieß zweitausend Jahre später ein gewisser Francesco Totti.

Zurück zu Mou. Siebeneinhalb Millionen Euro netto im Jahr sind ein angemessenes Schmerzensgeld dafür, dass man als leicht abgehalfterter Star-Trainer in die schönste Stadt der Welt ziehen muss. Im Unterschied zu Mourinho ist Rom bekanntlich ewig, liegt allerdings auch eher am Rande des zeitgenössischen Fußball-Imperiums, aus dessen Zentren sich José Mourinho bereits vor Zeiten selbst hinauskatapultiert hat.

Die Konstellation ist dennoch perfekt. Die Roma wird auch mit Mourinho weder Meister werden noch international irgendeinen Blumentopf gewinnen. Aber mit Mourinho können die Stadt und ihr Verein endlich wieder das zelebrieren, wozu der Fußball hierzulande erfunden wurde: Spettacolo. Dass Fußball Circus Maximus ist und keine asketische Turnübung, das hat man als Römer seit Caligula selig begriffen. Der Kaiser selbst fuhr übrigens Wagenrennen und was die Story von seinem Pferd als Konsul anging, sie stimmt wohl nicht ganz. Bezeugt wird vielmehr, dass Gaius-Caligula seinem Lieblingshengst Incitatus („der Pfeilschnelle“) eine prunkvolle Villa errichten ließ und dorthin im Namen des Tieres den Senat einlud – um die reichen und mächtigen, aber auch hoffnungslos korrupten Aristokraten zu demütigen. O tempora o mores.

Ob Klubbesitzer Friedkin Sueton liest? Mou lernt ihn gerade auswendig, soviel ist klar. Wahrscheinlich hat er auch schon einen personal trainer zum Wagenlenken angeheuert oder doch zumindest für die Laufrunden am Tiber, und an der Appia Antica. Die Moderatoren der Fußballradios („Schneewittchen und die Sieben Hügel“) flippen aus, die Römerinnen rätseln, wo der Neue wohl residieren wird. Auf dem Aventin, direkt neben dem Diana-Tempel? Oder stadtauswärts mit Blick auf das grandiose Aquädukt von Caligula und Claudius (Foto auf dem Blog-Titel)?

Drei Jahre, wie vertraglich vorgesehen, werden es nicht werden, jede Wette. Aber was macht das schon. Das Stadio Olimpico hat endlich wieder einen Zauberer. Auch wenn er seine Spieler am liebsten zu Statuen erstarren lässt.

Fußball hinter hohen Mauern

Ein kleiner Fußballplatz für fünf gegen fünf wird renoviert, das Beton-Spielfeld mit Kunstrasen überzogen – und dann kommen zur Eröffnung der Polizeipräsident von Neapel, wichtige Richterinnen, Funktionäre vom Fußballverband FIGC. Der Grund ist nicht, dass der Platz in einer der spektakulärsten Landschaften des Mittelmeeres liegt, auf einem wildromantischen Vulkanfelsen im Golf von Neapel. Sondern, dass er von hohen Mauern umgeben ist. Das Fußballfeld gehört zum Jugendgefängnis von Nisida.

Fußball soll für die derzeit 42 InsassInnen mehr sein als nur Sport und „eine Schule für den Respekt vor Regeln“, wie es sich der Polizeichef wünscht. Die Häftlinge können auch einen Trainerschein machen, nützlich für später. Durchschnittlich bleiben sie knapp drei Jahre auf dem Felsen, die meisten erfahren erst hier, wie es ist, regelmäßig zum Unterricht zu gehen, unter Anleitung zu lernen. „Unsere Jugendlichen kommen aus Neapel und sind dort in einer mafiösen Kultur aufgewachsen“, erklärt der überaus engagierte Gefängnisdirektor (hier in einem Video über die Insel und die Anstalt). Tatsächlich sind die Verhältnisse auf Nisida umgekehrt zu jenen in anderen italienischen Gefängnissen. Nur sechs Häftlinge sind Ausländer. Die meisten Haftstrafen wurden wegen Eigentumsdelikten und Drogenhandels verhängt, einige sitzen aber auch wegen Körperverletzung, sexueller Gewalt, Mord und Totschlag.

Trotz vieler Sozialhilfeprojekte (beispielsweise durch die „Straßenlehrer“) sind die Schulschwänzerquote und die Kriminalitätsrate in Neapel immer noch viel höher als anderswo. Die Camorra rekrutiert schon die Jüngsten, zahlt ihnen ein Taschengeld für Dienste als Drogenkurier, führt sie so in eine „Karriere“ in der Unterwelt. Alternativen zu finden ist schwierig.

Auf Nisida können die Jugendlichen lernen, Pizza zu backen, die Gerichte der neapolitanischen Küche zu kochen, gefördert von den Gastronomieverbänden. Wer Talent und Disziplin beweist, darf sich auf einen Job Hoffnung machen. Sie spielen Theater, probieren handwerklich zu arbeiten. Alles Dinge, die in der Welt draußen schwierig bis unmöglich sind. So verrückt es klingt: Für die jungen Gefangenen ist Nisida vor allem ein Schutzraum und eine Chance.

Früher, als die Insel noch dem Herzog von Amalfi gehörte, wurde das mittelalterliche Kastell als Pest-Lazarett und Quarantänestation genutzt. Seit 1934 existiert das Jugendgefängnis. Teile des alten Kastells wurden restauriert, andere Gebäude hinzugefügt. Auf Nisida hat jede Zelle eine Heizung und heißes Wasser – das ist längst nicht in allen italienischen Haftanstalten eine Selbstverständlichkeit.

Natürlich weckt Nisida als letzte vom Tourismus unentdeckte Insel im Golf von Neapel Begehrlichkeiten. Der ideale Ort für ein Luxushotel, viel exklusiver als Capri! Die Jugendlichen, so wird immer mal wieder von Möchtegern-Investoren angeregt, könnten doch aufs Festland umziehen. Es sei reine Verschwendung, ihnen einen der schönsten Orte Süditaliens zu überlassen.

Von wegen. Der freie Blick übers Meer gehört den Gefangenen. Nur auf dem Fußballplatz können sie es nicht sehen.

Ein Mann allein am Kommando

Eigentlich verkneife ich mir Kritik an KollegInnen, vor allem an jenen meiner früheren Zeitung, der SZ. Das klingt immer so, als wolle man alte Rechnungen begleichen. Nicht mein Fall. Aber wenn es so dicke kommt wie in diesem heillos oberflächlichen, ja naiven Leitartikel zu den EU-Wiederaufbauhilfen für Italien, platzt mir dann doch der Kragen. Denn da wird allen Ernstes suggeriert, die EU gewähre Italien Hilfen und eine massive Neuverschuldung im Wert von insgesamt 248 Milliarden Euro allein deswegen, weil Mario Draghi so eine starke Position in Brüssel habe. Wörtlich:

„Der Name des ehemaligen Chefs der Europäischen Zentralbank wiegt schwerer als der schlechte Ruf Italiens. Das Land war in der Vergangenheit oft unfähig, Strukturhilfen aus Brüssel überhaupt auszugeben. Mal verspielte die irrwitzige Bürokratie das Geld, mal floss es in die falschen Taschen. Dennoch: Draghi glaubt man, ihm schon. Wenn es mal harzt, ruft er Ursula von der Leyen an, und alles ist gut. Er hat schließlich damals, in der Finanzkrise, den Euro gerettet mit seinem „Whatever it takes“, dem berühmten Satz.“

Echt jetzt? So läuft das also? Wenn es mal harzt (harzt!), ruft Mario die Ursula an und „alles ist gut“? So funktioniert Politik, so fließen die Hilfen? Ein Anruf genügt und Uschi schmilzt dahin, denn „bei Draghi denkt man eben immer, er wisse ganz genau, was er tut, auch wenn seine Gesten tollkühn anmuten und gegen den Strom gedacht sind.“

Gesten, gegen den Strom gedacht. Moment! Hier laufen nicht nur die Metaphern wild durcheinander, sondern die Konfusion ist total. Wie sonst könnte ein gestandener Journalist, Italienkorrespondent der SZ, auf die allerdings tollkühne Idee kommen, Brüssel halte zwar wenig von Italien aber so viel von dem ehemaligen EZB-Chef, dass alle Geldhähne offen sind?!

Un uomo solo al comando, sagten früher die Reporter beim Giro d’Italia. Ein Mann allein am Kommando. Es war ironisch gemeint. Alle wussten natürlich, dass ohne Wasserträger kein Radrennen zu gewinnen ist. Nur dem Korrespondenten der SZ ist offenbar entfallen, dass der formidable Draghi gerade den zweitstärksten Industrieproduzenten im Euro-Raum dirigiert. Jawohl, Italien ist die Nummer 2. Allein die Lombardei ist für Deutschland als Handelspartner wichtiger als Japan. Und wenn man das bedenkt, dann fällt einem eigentlich doch automatisch der nächste Satz zu Draghis legendärem „Whatever it takes“ aus dem Eurokrisen-Jahr 2011 ein, nämlich die Italien-Diagnose: „Too big to fail.“ Zu groß, um Pleite gehen zu dürfen. Vor allem jetzt, nach dem Brexit. Die EU muss Italien helfen, weil das für ihr eigenes Überleben notwendig ist.

Die Corona-Krise hat Italien und seine Wirtschaft schwer, viel schwerer getroffen als etwa Deutschland. Die Hilfen werden in der Tat dringend gebraucht für einen Neustart, denn das Land befindet sich seit Jahren im Stillstand, in der Dauerkrise. Diese Krise ist in erster Linie politisch-strukturell – und der Regierungschef Draghi ist ihr Emblem. Denn dass ein parteiloser Bankier an die Spitze einer nachgerade aberwitzigen Großen Koalition aus Populisten, Rechtsextremisten, Linken und Sozialdemokraten gerufen wird, verdeutlicht weniger die angeblichen magischen Fähigkeiten des Mario Draghi als den alarmierenden Zustand der italienischen Demokratie.

Die SZ sieht das anders: „Da ist eine Stimme geboren, laut und eigenständig. In der Europäischen Union hört man sie auch deshalb so klar heraus, weil andere wichtige Stimmen leiser geworden sind: Angela Merkel steht kurz vor dem Ende ihrer Kanzlerschaft, Emmanuel Macron geht geschwächt in die Präsidentschaftswahl 2022. Draghi dagegen, der Parteilose, regiert mit einer breiten Mehrheit im Parlament und ist wohl bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode 2023 da. Zwei Jahre. So fällt Italien nun eine ganze Dosis Leadership zu – völlig unverhofft, aus dem Nichts gewissermaßen. Dank Draghi, dem Supereuropäer, und seinem Team von Experten.“

Ja, andere müssen auf ihre Parteien im Wahlkampf Rücksicht nehmen, wie Frau Merkel, oder gar selbst Wahlen überstehen wie Monsieur Macron. Draghi hat mit diesem lästigen Demokratie-Quatsch nichts zu tun und übernimmt, Achtung!, deshalb in Europa plötzlich „Leadership.“

Angeblich bis 2023. So lange hält die Lega still, obwohl Salvini schon jetzt jede Gelegenheit zum Störfeuer nutzt? Und so lange wird in Italien nichts anderes gemacht als Geld verteilt, keine Anti-Diskriminierungsgesetze, kein Einwanderungsgesetz, nichts, was den merkwürdigen Burgfrieden der Extremisten stören könnte? Nicht nur von der römischen Politik, auch von den Abläufen in Brüssel wird hier ein höchst verzerrtes Bild gezeichnet. Was glaubt der Kollege eigentlich, wie die EU funktioniert? Als Telefongezwitscher zwischen Von der Leyen und den Regierungschefinnen, als persönliches Gemauschel beim Zoom-Aperitivo?

Von wegen. Das Geld für die Corona-Hilfe muss gerade von allen Parlamenten bewilligt werden. Kleiner Tipp: Die Finnen stellen sich im Moment ein bisschen an. Vielleicht haben die noch nicht kapiert, dass in Rom gerade die EU neu erfunden wird. Mit „einer Revolution im Sprint. Mit einem Lächeln.“

Grenzen der Gerechtigkeit

Fast 30 Jahre lang hat die Architektin Roberta Cappelli in Paris ein normales, bürgerliches Leben geführt. Eine Italienerin in Frankreich, eine Europäerin. „Freiheit ist kein abstrakter Wert“, hat Cappelli einmal der „Libération“ gesagt. „Für mich bedeutet Freiheit, dafür zu kämpfen, dass ich hierbleiben kann.“

Mit 66 Jahren hat Cappelli den Kampf um ihre persönliche Freiheit verloren. Sie muss als Gefangene zurück in ihre alte Heimat. Roberta Cappelli war eine Terroristin der Brigate Rosse. Sie soll an drei terroristischen Morden beteiligt gewesen sein und wurde deshalb in Italien zu lebenslanger Haft verurteilt. In Abwesenheit, weil die Angklagte sich der Justiz entzogen hatte. Sie war in Frankreich untergetaucht – unter dem Schutz des Staates. Ihre Freiheit wog schwerer als die Gerechtigkeit für die Terroropfer.

Der damalige Präsident Francois Mitterand, ein in der europäischen Linken bis heute legendärer Sozialist, hatte Cappelli und ihre Genossen unter seine Fittiche genommen. 1985 verfügte Mitterand, dass Italiener unter dem Verdacht des Linksterrorismus nicht ausgeliefert werden durften – es sei denn, man werfe ihnen Mord oder schwere Körperverletzung vor. Diesen einschränkenden Passus nahm er bald darauf zurück. 

Was unfassbar klingt, blieb über Jahrzehnte Realität. Frankreich behandelte die Männer und Frauen der Roten Brigaden und anderer linksterroristischer Gruppen wie politische Verfolgte und gewährte ihnen Asyl. Man stelle sich vor, die Mörder der Roten Armee Fraktion hätten ebenso im Nachbarland untertauchen können! Aber Italien wurde von Frankreich behandelt wie eine Diktatur, in der keine Bürgerrechte galten. Erst die Regierung Macron hob die skandalöse Mitterand-Doktrin auf – oder vielmehr: Der italienisch-stämmige Justizminister Eric Dupond-Moretti bezieht sich auf jenen „vergessenen“ Paragraphen, nach dem Beteiligte an Attentaten keinen Anspruch auf Schutz haben. Deshalb hat Frankreich soeben sieben mutmaßliche Terroristinnen und Terroristen der italienischen Justiz übergeben. Drei weitere sind flüchtig.

An dieser Stelle muss hinzugefügt werden, dass ehemalige Rotbrigadisten auch in Italien lange Zeit eine in Deutschland unvorstellbare Achtung und Sympathie genossen. Der Linksterrorismus wurde von vielen als quasi unvermeidliche Reaktion auf einen autoritären Staat entschuldigt, der seinerseits rechten Terror geduldet, ja sogar gefördert hätte. Ganz so, als habe sich Italien in den 70er und 80er Jahren in einer Art Dauer-Bürgerkrieg befunden, mit Neofaschisten und den von ihnen unterwanderten Geheimdiensten auf der einen Seite und dem linksradikalen „Widerstand“ auf der anderen. Erst in den letzten Jahren hat ein Umdenken eingesetzt.

Als Mario Calabresi, Sohn des 1972 von Linksterroristen ermordeten Polizisten Luigi Calabresi, 2016 Chefredakteur der linken „La Repubblica“ wurde, reagierten Teile der Leserschaft verschnupft auf den Rauswurf des Autors Adriano Sofri. Dabei war Sofri als Anstifter des Mordes an Calabresis Vater verurteilt worden. Nach Verbüßung der Haftstrafe schrieb er für Zeitungen. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der italienischen Altlinken fand es bedenklicher, dass Luigi Calabresis Sohn Chef der „Repubblica“ wurde, als dass ein ehemaliger Linksextremist für „Repubblica“ schrieb. 

Sofri und andere Mitglieder des linken Gruppe „Lotta Continua“ hatten den ermordeten Polizisten verdächtigt, für den tödlichen Fenstersturz eines Anarchisten aus dem Vernehmungszimmer der Mailänder Polizei verantwortlich zu sein. Als ich 1990 in Rom ankam, wurde bei den Partys meiner neuen Bekannten ganz selbstverständlich ein Lied gesungen, das Luigi Calabresi als Mörder des Anarchisten verunglimpfte. Calabresi zu verachten und Sofri zu verehren, gehörte sozusagen zum guten Ton. Die „Lotta Continua“-Leute waren damals in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Einige von ihnen machten als Journalisten Karriere bei Berlusconi. Vom linken Untergrund nach rechts oben.

Unter den Ausgelieferten aus Frankreich befindet sich nun auch der frühere „Lotta Continua“-Führer Giorgio Pietrostefani, einer der mutmaßlichen Drahtzieher des Mordes an Luigi Calabresi. Mario Calabresi hatte ihn vor Jahren in Paris getroffen. „Er hat sicher schlechter geschlafen als ich“, glaubte der Sohn des Opfers. Fakt ist: Pietrostefani blieb ungerührt in Frankreich. 

Mit der Übergabe der „Exilanten“ endet ein europäischer Justiz-Skandal. Ein anderer betrifft Deutschland: Als deutsche Staatsbürger waren in Italien gesuchte NS-Kriegsverbrecher vor Auslieferung geschützt. Sie durften in Freiheit sterben, ohne sich jemals vor einem italienischen Gericht für ihre Gräueltaten zu verantworten. 

Zur Einigkeit

In unserer kleinen Stadt in Westfalen liegt die Inzidenz über 100. Wer in ein Geschäft oder zur Friseurin will, muss einen Schnelltest machen. „Alles bloß wegen ein paar Schrauben im Baumarkt“, mault der dicke Sechziger vor mir in der Schlange. Seine Frau rollt mit den Augen. Wahrscheinlich hört sie das jetzt nicht zum ersten Mal.

Wir stehen im schönsten Sonnenschein, bezwitschert von Amsel, Drossel, Fink und Star, beim Schützenverein Einigkeit an. Das Vereinsheim hat ein Kumpel meines jüngsten Bruders angemalt. Da muss ein Foto her:

Ich hätte ja nie gedacht, dass ich die Einigkeit oder irgendeine andere Schützen-Lokalität mal betreten würde. Aber Corona macht es möglich. Bei den Pfadfindern war ich auch schon. Ist doch großartig, dass man auf diese Weise Orte kennenlernt, die einem sonst entgehen würden. Und wie absolut sinnvoll, diese Locations für eine ganz neue Form der Geselligkeit zu nutzen: Die Testgemeinde.

Hier besteht sie zum größten Teil aus älteren Semestern, denn die Einigkeit hat nur nachmittags geöffnet, dafür ohne Anmeldung. Der Tester, ein stämmiger Mittzwanziger mit dröhnender Stimme, ist es offenbar gewöhnt, die Kundschaft zu beruhigen. Er beschreibt sehr detailliert, was jetzt gleich abgehen wird und fordert auf, den Daumen zu recken, falls es wehtut. Bei Missfallen Daumen hoch! Das ist doch interessant. Und schon geht’s los mit dem Doppelpack Rachen und Nase, „für ein sicheres Ergebnis.“

Auch in unserer kleinen Stadt gibt es also das ganze Corona-Programm, inklusive Querdenker-Autokorso jeden 2, Samstag. Beim letzten Mal waren 87 Autos dabei, was exakt 87 TeilnehmerInnen bedeutet, denn natürlich fahren die Querdenker hübsch solo, um mehr Masse zu machen. 87 Corona-Leugner würden sogar auf unserem kleinen Marktplatz einen ziemlich kleinen Haufen abgeben. Aber zwei Stunden lang den Verkehr blockieren, das macht richtig was her! Es gab fünf GegendemonstrantInnen, die von der Polizei angezeigt wurden, weil ihre Demo nicht angemeldet war. Man rauft sich die Haare, aber was will man machen, so geht halt Demokratie.

So richtig aus der Ruhe bringen lassen sich die Leute hier sowieso weder von den rechten Kfz-Marschierern noch von Corona. Klar, es ist schade, dass man sich zum Eisessen nicht direkt bei „Venezia“ hinsetzen kann. Aber ein paar Meter weiter stehen ja Bänke. Und auch, wenn die Kontakte eingeschränkt sind – beim Spaziergang über die Wälle trifft man sowieso alle Bekannten. Rein zufällig. Zu schweigen vom Wochenmarkt. Die Schlange vor der Spargelbäuerin ist der social event am Samstag.

Wahrscheinlich existieren viele solcher Orte in Deutschland. Städte ohne große Probleme, ohne echte soziale Brennpunkte, für die Corona zwar Sorgen und ein paar Einschränkungen bedeutet, aber noch lange keine Katastrophe. In denen nie mehr als ein Zehntel der Intensivbetten mit Covid-Patienten gefüllt waren und wo nun schon fast ein Drittel der EinwohnerInnen geimpft sind. Glückliche Inseln in einem Meer von Krise und Verzweiflung.

Der einzige Großindustrielle am Ort, die Bäckerei „Kuchenmeister“ hat an der Pforte zur feudalen Familienresidenz einen Gruß an die MitbürgerInnen installiert. „Geduldsfäden“ zum Abreißen und Mitnehmen. Abwarten und Tee trinken, mit der netten Corona-Deko!

„Kuchenmeister“ liefert Backwaren in 80 Länder, auch nach Indien und Brasilien. Aber die putzigen Geduldsfäden, die gibt es nur hier.

Die Eingeschlossenen

Wir haben einen bipolaren Freund. Er lebt in einem kleinen Ort südlich von Rom, betreut, wie es so schön heißt. Der Freund ist seit mehr als einem Jahr wegen Corona vor der Welt verschlossen. Niemand darf heraus aus dem Heim, und niemand darf herein. Im vergangenen Sommer, als viele schon wieder in den Urlaub fuhren, auch nach und in Italien, da wollte eine kleine Gruppe von Bekannten den Betreuten besuchen. An der Pforte wies man sie ab. Nein, sie könnten auch nicht unterm Fenster stehen und reden. Zu gefährlich, zu kompliziert was fällt Ihnen ein? Der Betreute wurde über seine Besucher nicht informiert.

Täglich ruft er meinen Mann an, den er seit 40 Jahren kennt. Sie haben zusammen studiert, danach machte der eine Universitätskarriere und der andere arbeitete, so lange es die Krankheit zuließ, an einer privaten Berufsschule, die ihm Verträge nur für das laufende Schuljahr machte, drei Monate Sommerferien nicht inklusive. Der Freund ruft an und erkundigt sich stets nach unserem Befinden. Was macht deine Frau, was machen die Kinder? Seinen eigenen Sohn kann er nicht sehen. Dabei ist er immunisiert, weil zwei Mal geimpft.

Italien öffnet heute wieder so gut wie alles. Nur die über 7000 Heime für Alte und psychisch Kranke bleiben versperrt. Zu viel Aufwand für das Personal.

Bella Ciao

In den vier Jahrzehnten ihres Daseins hat die Deutsche Demokratische Republik vermutlich keinen auch nur annähernd so glamourösen Moment erlebt wie den Auftritt von Milva im Palast der Republik. Die atemberaubend elegante Sängerin im Bühnenlicht und hingerissen applaudierende Genossinnen und Genossen dort, wo sonst Parlament gespielt wurde.

Am übernächsten Tag, dem 1. November 1988, machte das „Neue Deutschland“ mit der Schlagzeile auf, „Plandiskussion zielt auf Gewinn der Produktivität.“ So trostlos grau war die offizielle DDR. Aber auf Seite 4 stand, was das Volk wirklich bewegte, schließlich war das Ereignis vom Fernsehen übertragen worden. Mit „Begeisterung und Blumen für die Lieder der Milva“ wurde da geschwärmt von der „schönen Italienerin mit dem wallenden roten Haar.“ Die Welt da draußen konnte so bunt sein!

Jetzt ist Milva mit 81 Jahren gestorben. Ihr Tod am Vorabend des Nationalfeiertags am 25. April gilt manchen als Menetekel. Denn mit Milva ist die Sirene des italienischen Antifaschismus verstummt.

Der Gedenktag zur Befreiung vom Faschismus ist seit Jahren umstritten, der weltweit populäre Partisanensong „Bella Ciao“ auf vielen Gedenkfeiern verpönt, von manchen Bürgermeistern wird er ausdrücklich verboten. Etwa im umbrischen Amelia, das von einer Rechtskoalition verwaltet wird. Der Text von „Bella Ciao“ sei zu spaltend und deshalb nicht erwünscht, entschieden die umbrischen Lokalpolitiker.

Nicht erwünscht wie die Abrechnung mit dem Faschismus und wie ein Nationalfeiertag, der daran erinnert, dass Italien von einem menschenfeindlichen Regime befreit werden musste. Heute wird von der Rechten massiv die Ansicht verbreitet, Antifaschisten seien Kommunisten, die aus dem Parlament in Rom einen Palast der Republik machen wollten. Dabei sitzen auf dem Montecitorio schon seit vielen Jahren keine Kommunisten mehr, Neofaschisten aber schon.

Milva hat „Bella Ciao“ und andere Partisanenlieder bei unzähligen Auftritten gesungen. Im Staatsfernsehen RAI interpretierte sie einmal die Originalversion, das Lied von norditalienischen Reispflückerinnen. Beeindruckend lakonisch und geschickt spannte sie den Bogen von der LandarbeiterInnenbewegung des 19. Jahrhunderts zur Antifa. Indem sie von Frauen sang, die gepeinigt von „Mücken und Insekten“ arbeiten mussten, während ihr Vorarbeiter „aufrecht mit seinem Stock“ aufpasste, dass keine aus der Reihe tanzte.

Davon sang die große Milva. Heute springen einem, wenn man die RAI einschaltet, Matteo Salvini und Konsorten ins Gesicht. Jeden Tag ist Salvini jetzt wieder auf allen Kanälen, weil seine Lega Teil der Regierung ist. Die Rechte hat also jene Aufmerksamkeit, die sie benötigt, um zu erstarken. Widersprochen wird ihr im Fernsehen schon lange nicht mehr. Und „Bella Ciao“ darf im RAI-Unterhaltungsprogramm erst recht nicht gesungen werden, auch nicht in der Originalversion.

Soviel zu Italien. In Berlin erhebt sich an Stelle des Republik-Palastes wieder das Stadtschloss der Hohenzollern, ein gewaltiger Schritt zurück anstatt nach vorn. Entworfen hat das eklektische Monstrum mitsamt dem Humboldt-Forum ein Landsmann von Milva. Nichts erinnert daran, dass an jener Stelle einst die DDR von Italien träumen durfte.

Ciao bella.

Stuprum

Im alten Rom bedeutete „stuprum“ gleichzeitig Vergewaltigung, Ehebruch und jede andere Form von außerehelichem Sex. Bei Frauen.

Daran musste ich denken, als ich das schockierende Video von Beppe Grillo sah, in dem der Gründer der Fünf-Stern-Bewegung schreiend und mit vulgärster Wortwahl seinen Sohn „verteidigt“. Grillo junior steht vor einer Anklage wegen Vergewaltigung. Er soll im Sommer 2019 gemeinsam mit drei Freunden in einer Villa seines Vaters an der Costa Smeralda eine 19-Jährige zum Sex gezwungen haben.

Grillos Sohn und seine Freunde waren zur vorgeblichen Tatzeit ebenfalls 19 Jahre alt. Die Staatsanwaltschaft beruft sich unter anderem auf ein Video der Tat, das auch Vater Grillo erwähnt. Zu sehen, so der Politiker, seien „junge Menschen in Unterhosen, die ihren Spaß haben und aus lauter Übermut ihren Piepmatz herausholen.“ Wörtlich.

Das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer sei „einverstanden“ gewesen, behauptet Grillo. Einverstanden mit dem Gruppensex. Andernfalls wäre sie nicht erst acht Tage später zur Polizei gegangen. Und die Justiz hätte nichts gegen sein Sohn in der Hand. Sonst hätte man ihn sofort verhaftet „und ich selbst hätte ihn mit Tritten in den Arsch in den Knast befördert.“

Grillo ignoriert hier bewusst die Gesetzeslage. Natürlich kann sexuelle Gewalt lange nach der Tat zur Anzeige gebracht werden, der Gesetzgeber berücksichtigt die oftmals lähmende Scham der Opfer. Und natürlich folgt nicht auf jede Anzeige ein Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Täter.

Beppe Grillo selbst ist vorbestraft. Weil er letztinstanzlich wegen fahrlässiger Tötung von drei Menschen verurteilt wurde, kann er kein öffentliches Amt ausüben. Das Urteil bezieht sich auf einen Unfall im Dezember 1981. Damals verlor Grillo auf eisglatter Straße die Kontrolle über seinen Wagen. Er selbst konnte sich aus dem Fahrzeug retten, bevor es in einen Abgrund stürzte. Eine ganze Familie – Vater, Mutter und Sohn – aber musste in Grillos Auto sterben.

Das Video zeigt Grillos Verachtung gegenüber Recht und Gesetz. Es zeigt auch seine schier bodenlose Aggressivität gegenüber Frauen.

Auf seinem Blog hatte Grillo seinen Anhängern auch einmal die rhetorische Frage gestellt: „Was würdet ihr tun, wenn ihr mit Laura Boldrini allein in einem Auto säßet?“ Die suggerierte Antwort: Nichts Gutes. Man braucht nicht viel Phantasie, um sich eine Palette von Übergriffen vorzustellen. Auf der Piazza geiferte Grillo: „Laura Boldrini muss schnell von einem Prinzen wachgeküsst werden. Die Schmerzensreiche!“

Die linke Menschenrechtsaktivistin Laura Boldrini war damals Präsidentin der Abgeordnetenkammer und den schlimmsten sexistischen Angriffen ausgesetzt. Grillo beförderte das, genau wie Lega-Führer Matteo Salvini, der mit einer Gummipuppe für Sexspiele als „Boldrinis Doppelgängerin“ auftrat. Typen wie Grillo und Salvini nutzen jede Gelegenheit, um ihre politischen Gegnerinnen wegen ihres Geschlechts herabzuwürdigen. Insofern ist das Video, mit dem Grillo gegen das mutmaßliche Opfer einer Gewalttat hetzt, wenig überraschend.

„Stupro“ bedeutet im Italienischen Vergewaltigung. Und nichts anderes. Doch wenn man Grillos Video sieht, wähnt man sich im alten Rom. Das Opfer wird als Täterin dargestellt, es wird verhöhnt und als Lügnerin angeprangert.

Zur Zeit von Augustus wurde „stuprum“ mit Verbannung bestraft. Für die Frauen. Grillo betreibt in seinem Video die Ächtung einer jungen Frau, die es gewagt hat, sich seinem Sohn zu widersetzen. Er kennt ihren Namen. Was, wenn er ihn in der nächsten Verbalattacke nennt? Er droht unverhohlen. Und er klingt unglaublich brutal.

Im Italien des Jahres 2021 geben solche Männer immer noch den Ton an in der Politik. Sie werden weniger, aber noch sind sie nicht zu überhören. Sie können Kübel von Hass über Frauen ausgießen, sie können Frauen beleidigen, bedrohen, verfolgen. Weil viele, sehr viele im Land das ganz normal finden.

Non è la BBC

Es soll ja nicht nur in England Leute geben, die sich heute nachmittag ab 15h im Fernsehen das Begräbnis eines 99-Jährigen Prinzgemahls anschauen. Weil es sie interessiert, wie sich zwei junge Multimillionäre in der dritten Reihe geben. Kommt es am Grab des Großvaters zur Aussöhnung zwischen dem Master of Langeweile William und dem Master of Selbstmitleid Harry?

Tja. Kann man spannend finden, muss man aber nicht.

Denn im WDR Radio läuft zeitgleich eine ganz andere Adelsdebatte. „Neros Mütter“ in Gutenbergs Welt, präsentiert von der formidablen Manuela Reichart, die mich zur Frauenemanzipation im Römischen Reich befragt. Heute nach den 15-Uhr-Nachrichten und anschließend für Ewigkeiten in der Audiothek.

Carbonara-Day

Keine Ahnung, welchem Genie es eingefallen ist, den 6. April zum „Carbonara-Day“ zu erklären, also zum Tag jener Eier-und-Speck-Spaghetti, die als römischer Klassiker gelten. Das Gericht ist denkbar einfach: Al dente gekochte Spaghetti werden in ein warmes Gemisch aus gebratenem Speck, gequirltem Eigelb und geriebenem Pecorino-Käse gegeben. Die Eier müssen dabei cremig bleiben. Simpel, simpel, simpel. Zum Nachlesen nochmal hier, auf der Schweizer Seite mit dem genialen Namen Pilatus.

Die Schweizer erwähnen auch eine alte Debatte, die sich an der Carbonara entzündet: Mit Sahne oder ohne Sahne? Andere Konfliktherde: Mit oder ohne Weißwein? Geht normaler Speck oder muss es Guanciale sein, der luftrockene aus der Schweinebacke? Und geht anstatt Pecorino auch Parmigiano? Dürfen es wirklich nur ein, zwei Eigelb sein?

Vor Wochen ist im Netz ein veritabler Küchenkrieg um die Carbonara entbrannt, weil die New York Times sich erdreistet hatte, eine Variante mit Tomate zu präsentieren. ItalienerInnen aus aller Welt machten ihrer Empörung und Verachtung Luft – und weil man gerade dabei war, wurden auch die anderen „Sünden“ gegeißelt. Italien gegen den barbarischen Rest der Welt ist das Dauerthema für diesen spezifischen Küchenchauvinismus, über den ich vor hundert Jahren auch mal im „Tagesspiegel“ geschrieben habe.

Ganz ehrlich: Damals wie heute finde ich es nicht nur lächerlich, sondern auch ziemlich reaktionär. Persönlich würde ich keine Carbonara mit Sahne oder Räuchertomaten essen – aber warum es allen anderen auch verbieten? Auch wenn mir beispielsweise die deutsch-italienische Gastroküche mit ihrem Vorderschinken auf der Goudapizza den Appetit vergehen lässt, rufe ich doch nicht gleich die Küchenpolizei. Das Zeug soll schmecken, mehr nicht! Wenn die Lokalpolitiker des Bergdorfes Amatrice sich seinerzeit weniger für die Verteidigung ihrer Bucatini all’Amatriciana ins Zeug gelegt hätten (Keine Zwiebeln! Nur Backenspeck! Kein Parmigiano!) und mehr dafür, ihren Ort erdbebensicher zu machen, dann wäre die Katastrophe 2016 vielleicht eine Nummer kleiner ausgefallen. Damals aß Italien übrigens aus Solidarität Monate lang Bucatini all’Amatriciana, die Restaurants führten jeweils einen Obolus für die Wiederaufbauhilfe ab. Ich aß nicht mit, mir schmecken sie schlicht nicht. Der Speck. Auch für die Carbonara benutze ich – Sakrileg! – lieber gebratenen Parma-Schinken.

Natürlich bin ich nicht die einzige, die frei Schnauze kocht. In Rom hat sich längst die vegetarische Carbonara mit Spargel oder Zucchini durchgesetzt. Und gestern blätterte ich zufällig mal wieder durch das herrliche Kochbuch von Sophia Loren, „In Cucina con Amore“, aus dem Jahr 1971: „Alles, was Sie sehen, verdanke ich Spaghetti.“ Grande, grandissima Sophia. Natürlich gibt es auch ein Carbonara-Rezept, auf Seite 53. Man nehme: Olivenöl, Butter (!), 150g Pancetta (!!), sechs Eigelb (!!!), 2 EL Sahne (!!!!), 2 EL Pecorino oder Parmigiano (sic!) und 600 (!!!) Gramm Spaghetti. Darüber sage und schreibe: Petersilie.

Wenn es sie nicht gäbe, man müsste Sophia Loren erfinden. Bei der Carbonara bin ich mir nicht ganz so sicher.